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Azotobakter croococcum: Azotobakter sind frei im Boden lebende Stickstoffbinder. Meist genannte Art ist A. croococcum, 3-6 Millionstel mm lang, meist gruppenweise von Schleimhüllen umgeben, lebt in Böden mit neutraler Reaktion und gutem Porenvolumen. Je höher die Anzahl von Azotobakter, desto höher in der Regel die Bodenfruchtbarkeit. Azotobakter verbraucht als Energiequelle zur Bindung von elementarem Luftstickstoff etwa die 40- bis 100 fache Menge Kohlenstoff in leicht aufnehmbarer Form (Zuckerarten, wie Glucose, Saccharose). In stark abgebauten Komposten nicht mehr enthalten! Das Substrat darf keinen Stickstoff in mineralischer Form enhalten, jedoch müssen Spurenelemente, insbesondere Molybdän, Kobalt, verfügbar sein.
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Bacillus mesentericus: Bacillus mesentericus humifiziert im niedrigen Temperaturbereich.
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Bacillus subtilis: Bacillus subtilis (lat. bacillum/bacillus, Stäbchen; subtilis, schlicht) ist ein weit verbreitetes grampositives, stäbchenförmiges, begeißeltes Bakterium. Wie alle Bakterien der Gattung Bacillus ist B. subtilis ein aerob wachsender Endosporenbildner. B. subtilis gilt als das bestuntersuchte grampositive Bakterium. Aufgrund der hohen Hitzeresistenz der B. subtilis-Sporen werden diese auch als Indikator bei entsprechenden Sterilisationsprozessen in Pharmazie, Medizin und Lebensmittelindustrie eingesetzt. Ist ein Bodenbakterium, dass den Wurzelraum der Pflanzen positiv besiedelt und günstige Stoffwechselprodukte in Form von Pflanzenhormonen abgibt. Es stärkt die Pflanzen gegenüber pilzlichen Krankheitserregern wie z.B. Fusarium, Verticillium, Rhizoctonia und Pytium und fördert Pflanzenwachstum und Ertrag. In der Landwirtschaft dient das Bakterium als biologisches Fungizid für Samen aller Pflanzen ; es besiedelt während der Keimung das Wurzelsystem und beugt durch Konkurrenz Verpilzungen vor. (Daher keine Verpilzung bei der Humifizierung [Kompostierung].)
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Cytokinine: Cytokinine oder Zytokinine sind eine Gruppe von Pflanzenhormonen mit multipler Wirkung auf Wachstum und Entwicklung von höheren Pflanzen.
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Edaphon (von griechisch edaphos - Erdboden) bezeichnet man die Gesamtheit der im Boden lebenden Organismen (Bodenorganismen, Bodenmikroorganismen). Im Gegensatz dazu bedeutet das zugehörige Adjektiv edaphisch lediglich „den Boden betreffend“. Der Begriff wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Botaniker und Mikrobiologen Raoul Heinrich Francé geprägt.
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edaphisch [griechisch], bodenbedingt, auf den Boden und dessen ökologisch wirksame Faktoren bezogen.
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Effizienz (v. lat.: efficere „zustande bringen“) ist das Verhältnis vom Nutzen zu dem Aufwand mit dem der Nutzen erzielt wird. Stellt man Nutzen und Aufwand jeweils als Zahlenwert dar, gilt im Allgemeinen: Effizienz gleich Nutzen geteilt durch Aufwand. Ein effizientes Verhalten führt wie auch ein effektives Verhalten zur Erzielung einer Wirkung, hält aber darüber hinaus den dafür notwendigen Aufwand möglichst gering (vergl. Ökonomisches Prinzip).
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Enzyme (altgriechisches Kunstwort, énzymon), veraltet Fermente (lateinisch fermentum), sind Proteine, die eine chemische Reaktion katalysieren können. Enzyme spielen eine tragende Rolle im Stoffwechsel aller lebenden Organismen: sie katalysieren und steuern den überwiegenden Teil biochemischer Reaktionen - von der Verdauung bis hin zum Kopieren der Erbinformation (DNA-Polymerase).
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exotherm: Als exotherm bezeichnet man in der Chemie solche Reaktionen, bei denen Energie in Form von Wärme und/oder Licht, kinetischer Energie etc. an die Umgebung abgegeben wird.
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Fermentation: Fermentation oder Fermentierung (lat. „fermentum“: „Sauerteig“) bezeichnet in der Biotechnologie die Umsetzung von biologischen Materialien mit Hilfe von Bakterien-, Pilz- oder Zellkulturen oder aber durch Zusatz von Enzymen (Fermenten). Dabei beschreibt die ursprüngliche Begrifflichkeit die biologische Reaktion unter Ausschluss von Luft (« Fermentation, c’est la vie sans l’air » (Pasteur)).
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Geobacillus stearothermophilus: (bis 2001 Bacillus stearothermophilus) ist ein sporenbildendes, grampositives stäbchenförmiges Bakterium . Die Zellen besitzen durchschnittlich 0,6 – 1 µm Durchmesser und eine Länge zwischen 2 und 3,5 µm. Die optimale Wachstumstemperatur liegt zwischen 50 und 65 °C, damit zählt Geobacillus stearothermophilus zu den thermophilen Organismen. Bei Temperaturen unter 30 °C wachsen die Zellen nicht mehr. Die widerstandsfähigen Sporen werden in Böden, in heißen Quellen, im Wüstensand, in arktischen Gewässern, im Meeresboden, in Lebensmitteln und in Kompost vorgefunden, keimen aber nur unter günstigen Bedingungen aus. Das Bakterium ist für Menschen und Tiere nicht pathogen, also nicht krankheitserregend.
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Gibbereline: wachstumsfördernde Pflanzenhormone.
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Glührückstand: Unter Glührückstand (in %) versteht man den Anteil an mineralischer Substanz einer Probe. Die Probe wird bei Temperaturen von mehr als 500°C (Brennstoffe bei 815°C, Deponieabfälle bei 550°C) so lange geglüht, bis keine Gewichtsabnahme mehr festzustellen ist. Die Differenz der Masse des Glühverlustes (organische Substanz) und der aufgegebenen Gesamtmasse bildet den prozentualen Anteil des Glührückstandes.
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Humus: (lat. Erde, Erdboden): im weiteren Sinne bezeichnet in der Bodenkunde die Gesamtheit der organischen Substanz eines Bodens. Der Humus ist Teil der gesamten organischen Bodensubstanz. Er unterliegt vor allem der Aktivität der Bodenorganismen (Edaphon), die durch ihre Stoffwechselaktivitäten laufend zu Auf-, Um- oder Abbau des Humus beitragen. Kreislauf lebendiger Substanzen.
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Humifizierung: Als Humifizierung wird die Synthese stabiler Humussubstanzen im Boden bezeichnet. Dieser Prozess erfolgt unter Mitwirkung der Bodenorganismen im Laufe des Zersetzungsprozesses pflanzlicher Reste (Streu).
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Humus-Substrat: Substrat (Kompositum von lateinisch sub „unterhalb“, von lateinisch sternere „auf den Boden legen“, „bedecken“, „bepflastern“; „das darunter Gelegene“, „die materielle Grundlage“, „die Grundschicht eines Stoffes“) hat in verschiedenen Zusammenhängen spezielle Bedeutungen: Humus-Substrat ist die Grundlage gesunden Pflanzenwachstums.
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Hygiene: Die Hygiene ist die Lehre von der Verhütung von Infektionskrankheiten und der diesbezüglichen Erhaltung und Festigung der Gesundheit bzw. in der Alltagssprache auch Sauberkeit. Das Wort Hygiene kommt aus dem Griechischen:(hygieiné [téchne]) und bedeutet „gesund[e Kunst]“. Es leitet sich von der griechischen Göttin der Gesundheit, Hygiéia, ab. Im engeren Sinn werden unter Hygiene die Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten bezeichnet.
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Kohlendioxid (CO2): Kohlendioxid ist das Produkt der Reaktion zwischen Sauerstoff und Kohlenstoff mit der Summenformel CO2. Die Verbindung entsteht bei der Verbrennung von Kohlenstoff unter ausreichender Anwesenheit von Sauerstoff. Bei Raumtemperatur ist Kohlendioxid ein farb- und geruchloses, unbrennbares Gas, das ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre ist. Kohlendioxid besitzt eine hohe Dichte und wiegt etwa das 1,5fache von Luft. Damit ist es das schwerste Gas in der Luft, in der es nur einen Anteil von 0,033 % ausmacht. Deshalb sinkt reines Kohlendioxidgas auf den Boden, was bei Kohlendioxidvergiftungen von Bedeutung ist, aber in Bodennähe den Pflanzen zur Verfügung steht.
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Kompost: (lat. componere, zusammensetzen). Unter Kompostierung oder Rotte versteht man die Zersetzung organischen Materials durch Kleinlebewesen. Das Endprodukt dieses Vorganges ist Erde (aber Kompost genannt). Die Kompostierung ist eine kontrollierte Verwesung – Zersetzung organischen Materials durch Destruenten (Verwerter von organischer Substanz) unter Zufuhr von Sauerstoff (aerob ablaufender Vorgang).
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Lactobacillus: Lactobacillus acidophilus ist eine stäbchenförmige Bakterienart, die zur Herstellung von verschiedenen Sauermilchprodukten verwendet wird.
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nativ [aus lateinisch nativus »angeboren«], natürlich, unverändert, im natürlichen Zustand befindlich.
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nativ-organisch = natürlich-organisch.
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NPK: Bei NPK - Dünger handelt es sich um einen so genannten Volldünger. In dieser Düngerart sind die Hauptnährelemente Kalium, Stickstoff und Phosphor enthalten. Daher auch der Name: N für Stickstoff, P für Phosphat und K für Kalium.
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Öko_logie: (griech. „Lehre vom Haushalt der Natur”) Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen (Menschen, Tiere, Pflanzen) untereinander und zu ihrer Umwelt.
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Öko_nomie: [griechisch] die, Bezeichnung für 1) Wirtschaftswissenschaft, -theorie; 2) Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit; 3) Wirtschaft, wirtschaftliche Struktur.
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Phänomen: Das Phänomen (Plural Phänomene, oder selten das Phänomenon, Plural Phänomena, die Erscheinung) ist ein mit den Sinnen wahrnehmbares einzelnes Ereignis, im weiteren Sinne die sinnliche Wahrnehmung eines Ereignisses. Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet Phänomen (adj. phänomenal) auch eine Ausnahmeerscheinung (Humus).
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Phytohormonen: Phytohormone (griechische Einzahl fitoormóni, „das Pflanzenhormon“) sind biochemisch wirkende pflanzeneigene (endogene) organische Verbindungen, die als Botenstoffe (sog. Signalmoleküle) Wachstum und Entwicklung der höheren Pflanzen steuern und koordinieren. Die Pflanzenhormone werden in der Pflanze vom Entstehungs- zu einem spezifischen Wirkungsort transportiert, entweder von Zelle zu Zelle (z. B. Auxine), über die Leitungsbahnen (z. B. Cytokinine), oder über den Gasraum zwischen den Zellen (Ethylen).
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phytosanitär: Die erzielten Ergebnisse lassen u.a. die Schlussfolgerung zu, dass die phytosanitären Wirkungen von Bacillus subtilis nicht nur durch die Produktion von Antibiotika zu erklären sind, sondern auch durch die Produktion von wachstumsfördernden Substanzen, welche die Prädisposition der Pflanze und damit auch die Stressempfindlichkeit verringern.
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suppressiv: unterdrückend, hemmend.
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Vitamine: Vitamine sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel zum größten Teil nicht synthetisieren kann. Sie müssen deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden. Einige Vitamine werden dem Körper als Vorstufen (Provitamine) zugeführt, die der Körper dann erst in die Wirkform umwandelt. Man unterteilt Vitamine in fettlösliche (lipophile) und wasserlösliche (hydrophile) Vitamine.
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